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Folienschnitt

„Der Folienschnitt ist ein Verfahren welches einen Plotter, bekannt aus der Architektur für technische Zeichnungen im Großformat, im Bereich der Werbung nutzt. Hierzu wird ein Messer im Plotter eingesetzt, mit dem es ermöglicht wird Umrisse die in speziellen CAD-CAM Programmen erstellt werden, in spezielle Selbstklebefolien zu schneiden. (Es kann auch mittels Stift auf Papier gezeichnet werden - Malerschablonen). Dadurch lassen sich alle erdenklichen Konturen aus Folien schneiden und auf den Werbeträger übertragen.“1)

  • Materialien: sogenannte Plotterfolien sind in sämtlichen Farben zu erhalten oder auch als Spezialfolien wie Spiegelfolie, Magnetfolie, Flockfolie, etc.
  • Anwendung: Folienbeschriftungen, Schaufensterbeklebungen, Autobeklebungen, Wandtattoos, Beklebung von Schildern, Beklebung von Bannern, Beklebung von Fliesen, Beklebung von Spiegeln
  • Druck: in einem geeigneten Programm wird vom Motiv eine Vektorgrafik mit den zu schneidenden Umrissen angelegt; dabei muss darauf geachtet werden, dass Linien nicht zu nah beieinander liegen, da sonst die Folie beim plotten einreisen könnte
  • Größe: von der Größe des Plotters abhängig; gängige Plotter können in der Breite bis zu 150 cm schneiden
  • Haltbarkeit: ist von der Qualität der verwendeten Plotterfolie abhängig; im Handel sind Folien mit UV-Schutz erhältlich, die über 5 Jahre und länger ihre Farb- und Materialqualität behalten
  • Kosten: individuelle Kostenkalkulation

Schneideplotter

„Der Schneidplotter ist ein Plotter, bei dem ein Messer statt der Stifte eingesetzt wird. Dabei werden die Konturen der Vektorgrafiken in eine Beschriftungsfolie geschnitten, ohne das Trägerpapier zu beschädigen. Es gibt hierbei hauptsächlich zwei Gerätearten mit unterschiedlichen Konzepten des Schneidekopfes: Schleppmesser und Tangentialmesser. Bei einem Schleppmesser befindet sich die Schneidenspitze nicht in der Achsenmitte. Plottet man nun die gewünschten Konturen, wird das Messer hinterher gezogen (geschleppt) oder der Messerkopf wird abgesenkt und die Folie wird bewegt. Die Steuerung des Plotters muss nun, um ein sauberes Schnittergebnis zu garantieren, den Versatz der Messerspitze bei der Plotbahnberechnung mit einkalkulieren. Der Vorteil der Schleppmessertechnik liegt in der einfacheren Bauweise des Schneidekopfes und den damit verbundenen geringeren Gerätepreisen, als auch in der höheren Plotgeschwindigkeit, da das Schneidemesser in spitzen Winkeln nicht angehoben werden muss. Schneidplotter mit tangential gesteuerten Messern besitzen einen wesentlich aufwendigeren Schneidekopf. Ein eigener Motor führt das Messer in jeder Kurve im entsprechenden Winkel mit. In spitzen Winkeln wird das Messer angehoben, gedreht und wieder abgesetzt. Dies dauert zwar nur wenige zehntel Sekunden, aber in der Summe verlängert sich dadurch die Plotzeit. Der große Vorteil des Tangentialmessers liegt in vielfältigeren Einsatzgebieten. Die Messer lassen mehr Spielraum bei der Gestaltung der Schneidengeometrie zu, so dass stärkere und dickere Materialien wesentlich genauer verarbeitet werden können, als das mit Schleppmessern der Fall ist.

Allerdings kann hier ein anderer Effekt zum Tragen kommen, welcher bei Plottern mit Schleppmessertechnik keine Rolle spielt: die Laufgenauigkeit. Objekte werden oftmals von der Plotsoftware so berechnet, dass die Folie möglichst wenig vor und zurück gefahren werden muss. Die Folie lässt sich nicht so exakt transportieren (Schlupf), wie es beim Schneidekopf der Fall ist. Als Konsequenz werden oftmals Motivformen „angeschnitten“, (speziell bei einer Serienwiederholung desselben Motivs) und nicht als ein Schnitt ausgeführt. Da Tangentialplotter bei spitzen Winkeln ohnehin das Messer heben müssen, optimiert die Steuerungssoftware meist genau hier den Folientransport hinein. Bei der späteren Rückkehr zu der Schnittstrecke kann der Aufsetzpunkt oft nicht optimal wieder getroffen werden.

Schneidplotter werden verwendet um Logos oder Schriftzüge darzustellen. Nach manuellem Entfernen der überflüssigen Folienteile (entgittern) können diese Logos oder Schriften auf der Flexfolie auf andere Gegenstände aufgebracht werden.

Bei Schneidplottern kann in der Regel ebenfalls ein Stifthalter eingesetzt werden, so dass auch dieser als Einfarb-Stiftplotter eingesetzt werden kann.

Schneidplotter werden vor allem für den Bereich der Außenwerbung (Fahrzeugbeschriftungen, Werbeschilderbeschriftung usw.) eingesetzt.“2)

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Schneidplotter3)

Folienschnitt entgittern4)

Transferfolie mittels Rakel aufbringen5)

Motiv auf Untergrund aufbringen und Transferfolie vorsichtig abziehen6)

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7)

4) Quelle: http://www.fotoulrich.de/html_de/folienschnitt5.html|Folienschnitt entgittern, 21.11.2011
5) Quelle: http://www.wandtattoo-blogger.de/|Transferfolie mittels Rakel aufbringen, 21.11.2011
6) Quelle: http://www.autobild.de/bilder/bilder-zu-timo-scheiders-dtm-audi-2011-1644367.html#bild10|Motiv auf Untergrund aufbringen und Transferfolie vorsichtig abziehen, 21.11.2011