Laserdruck
Laserdrucke funktionieren nach dem Prinzip der Elektrofotografie. Dabei wir ein „latentes Bild aus elektrischen Ladungen“1) vom Motiv erzeugt, mit Hilfe dessen selektiv Farbe auf das Druckobjekt aufgetragen wird, um das genaue Abbild der Kopie zu erzeugen.
Genauer: Eine elektrisch negativ geladene Walze wird durch Lichteinfluss teilweise entladen. Der positiv geladene Toner wird von der verbliebenen Fixierung angezogen und auf ein ebenfalls elektrisch geladenes Papier abgezogen. Die Fixierung erfolgt durch Hitze, Druck oder Blitzlichtfixierung. Die Feinheit des Druckes hängt dabei von der Größe der Tonerpartikeln ab.2)
- Materialien: verschiedenste Materialien wie Papiere, Folien, etc.
- Anwendung: kleine bis mittlere Auflagen; Auflagen reichen teilweise bis in den Bereich des Offsetdrucks
- Druckauflösung: standardmäßig 300dpi
- Druckfarbraum: CMYK
- verwendete Farben: Toner (staubfeines Pulver); Silikonöle (verursachen die glänzende Oberfläche bei Farbkopien)
- Beständigkeit: Innen- und Außenbereich; licht- und feuchtigkeitsbeständig3)
- Unternehmen/Anbieter: Digitaldruckereien
- Kosten: verhältnismäßig gering
- Vorteile: geringe Grundkosten; direkte Computeranbindung; kein Druckkörper nötig; einfache Änderungsmöglichkeiten von Teilauflagen; Kantenschärfe und Schwärzentiefe fast unerreicht; Resistenz der Ausdrucke4)
- Nachteile: Feinstaub; bei einigen Geräten technisch bedingte Freisetzung von Ozon5); Ergebnisse wischfest jedoch nicht unbedingt resistent gegen das Abblättern an Kanten (z.B. an Knickstellen)6); Farbqualität bleibt aufgrund von Temperatur- und Feuchtigkeitsveränderungen nicht konstant (ungeeignet für Proofs)7)
Detailliertere Beschreibung:
„Kernstück eines Laserdruckers ist die Walze C. Sie besteht meist aus einem mit Selen [Nichtmetall, Se] beschichteten Aluminiumkörper. Die Selenschicht ändert bei Licht bzw. Dunkelheit ihre Leitfähigkeit.
Der Laserstrahl A wird über ein Spiegel- und Linsensystem B auf die Walze C gelenkt. Diese wird von einem Ladungstrenner D positiv aufgeladen. An den vom Laserstrahl belichteten Stellen wird das Selen leitend und Elektronen können vom Walzenkern übertreten und die positive Ladung neutralisieren. Durch Drehung der Walze wird so zeilenweise das Ladungsbild geschrieben. Passiert die Walze die Tonerbox, wird der negativ geladene Toner E von den positiv geladenen Stellen angezogen.
Das Papier F wird durch einen Ladungstrenner G stärker positiv geladen und übernimmt beim Durchlauf den Toner von der Walze. Die Walze wird durch eine Reinigungswalze H gereinigt. Im Fixierer I wird der Toner erhitzt, schmilzt und geht eine dauerhafte Verbindung mit dem Papier ein.“8)
