Soundvisualisierung
Soundvisualisierungen gelten als sehr gefragte Disziplin der Kommunikation. Diese Disziplin reicht von der Websitegestaltung bis hin zur Rauminstallation. Sounddesign wirkt emotional sehr stark auf den Betrachter, deswegen müssen Bild und Ton zusammen so gut funktionieren wie eine gelungene Anzeige, die Motiv und Headline perfekt kombiniert.
Beispiele
Ein Projekt von Dentsu London, um die Marke Canon und den Pixma-Drucker „klangvoll“ in Szene zu setzen. Die Klangskulpturen entstehen durch das Bedecken einer dünnen Membran an der Lautsprecherspitze mit Farben. Erschaffen werden die Skulpturen durch das Abspielen verschiedener Soundfrequenzen. Die dadurch entstehende Explosion von Farben, wurde bei 5400 Bildern pro Sekunde erfasst, mit einer Canon 5D Mark II -Kamera und einem Canon EF 100mm Macro USM Objektiv.
Die Capacitive-Body-Installationen von Andreas Muxel und Martin Hesselmeier übersetzen die Vibration architektonischer Flächen in elektronische Signale und lösen dadurch Lichtblitze in einem Konstrukt aus Lichtschnüren aus.
Reflection II von Nicolas Fischer ist die Interpretation eines Musikstücks in Form einer Skulptur. Es werden zwölf individuelle musikalische Erscheinungsformen charakterisiert, die in einer linearen Folge zum Ausdruck kommen und gekennzeichnet werden. Die Audioclips werden durch eine FFT Frequenzspektrum-Analyse durchgeführt. Die daraus resultierten Intensitätswerte wurden mithilfe eines Koordinatensystems aus der Frequenz und der Zeit angeordnet. Auf diese Weise wird ein Höhenfeld erzeugt, das die spektrale Struktur der Musik repräsentiert. Die Skulptur wurde aus einem Block aus MDF mit einer CNC-Maschine geschnitzt. Die Installation besteht aus der Skulptur und einem darüber montierten Projektor. Sobald die Musik zu spielen beginnt, offenbart sich die Skulptur nach und nach. Jede Probe wird durch eine Scanline visualisiert und durch die Musik übertragen. Bei jedem Mal, wenn der Scanner ein Motiv durchläuft, erhält es allmählich mehr Licht. Die Menge an Licht, wird durch die Ereignisse im jeweiligen Lied definiert. Ein Zeitraffer kommt außerdem ins Spiel.
Die zugrunde liegende Technik vieler Soundvisualisierungen basiert häufig auf einem Zusammenspiel aus Processing mit Minim und einer FFT-Analyse. Weitere Informationen: http://code.compartmental.net/tools/minim/